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Gemeindewasserwerk Bauma Tätigkeitsbericht der Werkkommission für das Jahr 2009 Druckversion PDF
Allgemeines Die Werkkommission hat auch unter der neuen Verantwortung durch Gemeinderat Sepp Wellenzohn gut zusammengearbeitet. Um der Bevölkerung jederzeit gutes, sauberes und bakteriologisch einwandfreies Trinkwasser zur Verfügung zu stellen, wurden die Anlagen des Gemeindewasserwerkes weiter optimiert, unterhalten und soweit es die finanziellen Mittel erlauben, auch erneuert. Unser eidg. diplomierter Werkmeister, Peter Thalmann, legt sehr grossen Wert auf die Einhaltung der hohen Anforderungen an die Qualität unseres Trinkwas-sers. Gut unterhaltene Anlagen und saubere Einrichtungen sind Grundvoraussetzungen für eine gute Wasserqualität. Die durch das Kantonale Labor durchgeführte Kontrolle der Anla-gen hat zu keinen Beanstandungen geführt. Das heisst aber nicht, dass die Werkkommission zurück lehnen kann, das Werk muss weiter ausgebaut, erneuert und optimiert werden.
Leitungsnetz Das Tiefbauamt will den Belag in der Heinrich Gujer-Strasse erneuern. Im Abschnitt von der Einmündung der Sternenbergstrasse bis unterhalb der Liegenschaft Denner musste ein altes Leitungsstück ersetzt werden. Um nicht auch noch mit der zu erneuernden Kanalisation in Konflikt zu kommen, wurde die Wasserleitung in den SBB-Parkplatz verlegt. Mit dieser Ver-legung konnten teure Belagswiederherstellungen in der Staatsstrasse vermieden werden. Für den Ersatz der Hydrantenleitung von der Breitistrasse bis zur Liegenschaft Tösstalstrasse 111 (Garage Phönix) hat die Gemeindeversammlung einen Kredit von Fr. 820'000 bewilligt. Das erste Teilstück von der Breitistrasse bis zur Einmündung der Frauwisstrasse wurde ge-baut. Die Kosten betragen Fr. 390'834.10 und liegen um Fr. 19'165.90 unter dem Budget. Das zweite Teilstück im Zentrum von Saland wird in diesen Tagen ausgeführt. In der Oberzelg Saland wurde für weitere Neubauten eine neue Erschliessungsleitung gebaut und ein zusätzli-cher Hydrant aufgestellt. Für das Leitungsüberwachungssystem wurden weitere 10 Logger angeschafft. Dank diesem System können Leitungsdefekte frühzeitig erkannt und repariert werden, bevor grössere Schäden entstehen. Die Hauptleitungsschieber müssen periodisch auf Sichtbarkeit und Gängigkeit überprüft werden. Es ist sehr unbefriedigend und ärgerlich wenn im Bedarfsfall (Leitungsbrüche) die Schieber zuerst gesucht oder ausgegraben werden müssen oder wenn diese nicht bewegt werden können.
Hydranten Im Herbst wurden alle 366 Hydranten gespült, kontrolliert und wo nötig auch repariert. Die Gebäudeversicherung hat die jährliche Entschädigung für die Kontrollwartung von Fr. 22.50 auf Fr. 68.00 pro Hydrant erhöht, so dass für 1 Hydrantenoberteil, 7 Hydrantenunterteile so-wie für die Kontrollwartung ein Beitrag von Fr. 36'088.- ausgerichtet wurde. Gemäss Wasser-reglement ist der Wasserbezug ab Hydrant bewilligungspflichtig. Mit wenigen Ausnahmen wurden Wasserbezüge ab Hydrant vorgängig beim Werkmeister gemeldet. Die Werkkommis-sion behält sich vor, bei illegalen Wasserbezügen die im Reglement vorgesehenen Strafbe-stimmungen anzuwenden. Die Werkkommission und das Feuerwehrkommando bittet die Grundeigentümer, die Zugäng-lich- und Bedienbarkeit der Hydranten jederzeit zu gewährleisten.
Quellfassungen Im Frühling haben die Quellen grosse Erträge gebracht, so dass über viele Monate der gesamte Wasserverbrauch der Gemeinde abgedeckt werden konnte. Zusätzlich konnten grössere Mengen Überschusswasser an die Gemeinde Hittnau abgegeben werden. Der trockene Herbst liess die Quellerträge schrumpfen, so dass vermehrt Grundwasser gepumpt werden musste. Die Quellen haben sich erst ab Mitte Dezember erholt. Für die Quellfassungen im Sülibachtobel, Läseten, Wolfsberg und Chatzenstrick wurden die Schutzzonen neu ausge-schieden und dem Gemeinderat zur Festsetzung zugeleitet. Für die Quellen in Hörnen können wegen dem eingezonten Baugebiet keine vorschriftsgemässen Schutzzonen mehr ausgeschie-den werden. Die Werkkommission versucht unter Abwägung aller Aspekte eine Lösung für diese Quellen zu finden. Für die Überarbeitung der Schutzzonen für die Quellfassungen im Weidli und Vogelsang, sowie für die Grundwasserpumpwerke Schwendi und Juckern, wurden die entsprechenden Aufträge erteilt. Im Chatzenstrick wurde die undichte und veraltetet Brunnenstube durch eine neue, den Vor-schriften entsprechende Brunnenstube mit Trockeneistieg, ersetzt. Drei Laufbrunnen welche ab separaten Quellfassungen gespiesen wurden, mussten wegen ungenügender Wasserqualität, an das ordentliche Netz angeschlossen werden.
Reservoire / Pumpwerke / Steuerungen Das Gemeindewasserwerk verfügt über 11 Reservoire, 2 Grundwasser- und 8 Stufenpump-werke. Der Unterhalt dieser Anlagen ist sehr aufwändig und kostenintensiv. Der Wasseraus-gleich zwischen den Reservoiren Hörnen und Brandholz und die Abgabe von Überschusswas-ser aus der Zone Dorf in die Zone Saland ist mit dem Bau der Kabelverbindung zwischen den Reservoiren und Anpassungen im Stufenpumpwerk Widen optimiert worden. Die notwendige Zwangsbewirtschaftung der beiden Reservoire kann erst mit dem Ersatz der Leitung in der Sternenbergstrasse in Angriff genommen werden. Weil keine Ersatzteile mehr erhältlich sind mussten die beiden Pumpen im Reservoir Esterli, welche das Reservoir Ramsel speisen, ersetzt werden.
Qualitätssicherung QS Die Qualitätssicherung basiert auf vorgeschriebenen Kontrollen der Anlagen. (Brunnenstuben, Reservoire und Pumpanlagen) Die Wasserqualität im Verteilnetz wird durch das Kant. Labor und diejenige der Quellzuflüsse durch das Institut Bachema geprüft. Beide Prüfinstitute bescheinigen immer einwandfreie Trinkwasserqualität. Die wichtigsten Parameter können über das Internet unter der Adresse www.wasserqualität.ch abgefragt werden.
Finanzielles Die Jahresrechnung 2009 schliesst in der laufenden Rechnung bei einem Aufwand von Fr. 782'485.23 und einem Ertrag von Fr. 884'346.65 mit einem Ertragsüberschuss von Fr. 101'861.42 ab. Die Investitionsrechnung zeigt Bruttoinvestitionen von Fr. 510'163.17. Das abzuschreibende Verwaltungsvermögen erhöht sich um die Nettoinvestitionen von Fr. 249'859.12, abzüglich ordentliche Abschreibungen von Fr. 224'059.12, auf Fr. 1'984’000. Der Ertragsüberschuss von Fr. 101'861.42 wird auf das Spezialfinanzierungskonto (eigene Reserven) übertragen, dieses beläuft sich per Ende 200 auf Fr. 299'854.49. Die Investitionen konnten zu 100 % aus eigenen Mitteln finanziert werden. Gemäss mittelfris-tiger Finanzplanung muss der gegenwärtige Wassertarif bis und mit 2012 nicht geändert wer-den.
Ausblick / Zukunft Das Leitungsnetz in Saland, welches in den 60er Jahren gebaut wurde, muss erneuert werden. Die zweite Etappe in der Kronkreuzung von der Garage Phönix bis zum Bachdurchlass in der Hermatswilerstrasse wird demnächst in Angriff genommen. Das letzte Teilstück von der Hermatswilerstrasse bis zur Frauwisstrasse kann erst gebaut werden, wenn durch die Gemein-de der Mülibach verlegt wird. Der Leitungsersatz in der Sternenbergstrasse wurde wegen der Strassensanierung auf das Jahr 2012 verschoben.Um den Ansprüchen der Qualitätssicherung zu genügen, muss in nächster Zeit auch das Reservoir Stoffel erneuert werden. Die Abklärun-gen betreffend Standort und Volumen sind bereits angelaufen. Weitere Leitungserneuerungen in der Spitalstrasse und in der Lipperschwendi sind im Bauprogramm. Wegen der Verlegung des Mülibaches im Bereich der Staatsstrasse und Bahnübergang in Saland, muss das Werk das Steuerkabel und teilweise die Wasserleitung verlegen. Bei der Sanierung der Mauer in der Sennhüttenstrasse wird die Wasserleitung ebenfalls tangiert. Nach den Neuwahlen im Frühling 2010 wird die Werkkommission neu zusammengesetzt und für alle Gemeindewerke zuständig sein.
Information zum Trinkwasser
Versorgte Personen
Ca. 4000
Hygienische Beurteilung
Die mikrobiologischen Proben lagen, so weit untersucht, innerhalb der gesetzlichen Vorschriften. Das Trinkwasser ist hygienisch einwandfrei.
Chemische Beurteilung
Gesamthärte 32° fH (Mittelhart). Nitratgehalt 12.3 mg/l (Toleranzwert 40 mg/l). Das Trinkwasser des Gemeindewasserwerkes Bauma er-füllt die chemischen Anforderungen gemäss Lebensmittelgesetzgebung.
Herkunft des Wassers
20 % Grundwasser (Schwendi, Juckern und Tannau ) 80 % Quellwasser (Wellenau, Hörnen, Sülibach, Berg, Wolfsberg und Chatzenstrick).
Behandlung des Wassers
Grundwasser: keine Behandlung. Quellwasser: Zum Teil Entkeimung durch UV-Anlage.
Besonderes
Das Trinkwasser hat einen guten Geschmack. Es schmeckt immer frisch und die Temperatur beträgt rund 10° C.
Haben Sie Fragen zu Ihrer Wasserrechnung, wenden Sie sich bitte an die Gemeindeverwal-tung, Tel. Nr. 052 397 10 17 oder 18 (E. Stahel oder M.Kiefer). Für technische Fragen oder Meldungen über Rauschen in den Leitungen oder Wasseraustritte im Gelände, wenden Sie sich bitte an die Tel. Nr. 052 386 15 30 (Werkmeister Peter Thalmann). Als weitere An-sprechperson für Anregungen und allgem. Auskünfte steht Ihnen der Betriebsleiter, Hr. J. Bachmann, Tel. Nr. 052 397 10 14 oder 079 278 64 48 zur Verfügung.
Die Werkkommission
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