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Notzeiten

 

Im Jahre 1786 brannte durch Unachtsamkeit ein grosser Teil des Dorfes Bauma, darunter auch das Wirtshaus zum Tannenbaum, nieder. Da die Häuser fast vollständig aus Holz gebaut waren, konnte sich das Feuer von einem Haus zum andern weiterverbreiten, ohne dass man in der Lage gewesen wäre, den Flammen Einhalt zu bieten. Nur mit grosser Mühe konnten die Kirche und die benachbarten Gebäude vor dem Feuer gerettet werden. Sieben Liegenschaften wurden in Schutt und Asche gelegt, 44 Personen verloren mit ihren Heimstätten all ihre Habe. Dieser Dorfbrand war ein schwerer Schlag für die arme Gemeinde.

Wiederholt wurde Bauma auch von Hungersnöten heimgesucht, besonders schlimm in den Jahren 1770/72 und wegen der extrem nassen und kalten Witterung 1816/17, als 156 Einwohner an Schwäche starben. Eine weitere schwere Not brachte während den Wirren der französischen Revolution im Jahre 1798 die Besetzung durch französische Truppen. Auch in den folgenden Jahren kamen noch zweimal fremde Besatzungstruppen nach Bauma und forderten von der sonst schon bedürftigen Bevölkerung erneut grosse Opfer an Geld, Vieh und Lebensmitteln. Begreiflich, dass die Bevölkerung von Bauma, die 1798 die Bewegung von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit mit einem Freiheitsbaum auf dem Dorfplatz freudig begrüsst hatte, danach wenig Begeisterung für diese Art Freiheit aufbrachte.

Bis zur Korrektion der Töss im letzten Jahrhundert besass der Fluss keinen festen Lauf, er überschwemmte und verwüstete bei Hochwasser jeweils die ganze Talbreite, so vor allem im Jahre 1876, als das ganze Dorf unter Wasser stand, mehrere Gebäude einstürzten, hunderte von Obstbäumen weggerissen wurden, das ein Jahr vorher erstellte Trassee der Tösstalbahn auf weite Strecken schwer beschädigt wurde und auch ein Mann in den Fluten ertrank.

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