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Weiteres Vorgehen für die Sanierung des Hallenbads

Das über 40-jährige Hallenbad muss saniert werden. Gestützt auf die Arbeiten der Strategiegruppe und zweier Projektgruppen will der Gemeinderat im Frühjahr 2017 eine Grundsatzabstimmung durchführen. Die Stimmberechtigten sollen sich an der Urne entscheiden, ob die Sanierung oder Erweiterung des Hallenbads geplant werden soll. Gleichzeitig wird von den Stimmberechtigten eine Aussage zur Vorfinanzierung abgeholt.

Das Hallenbad Bauma wurde 1973 eröffnet und anfangs der 1990er Jahre um einen dreigeschossigen Anbau ergänzt. In den 43 Betriebsjahren wurden punktuell Sanierungsarbeiten ausgeführt, wie die Sanierung der Lüftungsanlage in den Jahren 1997/1998, die Instandsetzung des Flachdaches im Jahr 2011 oder der Austausch der Elektrounterverteilung im Jahr 2014. In der Zwischenzeit zeichnet sich bei vielen Anlage- und Bauteilen das Ende der Lebensdauer ab, weshalb der Gemeinderat im Jahr 2015 eine Bestandesaufnahme in Auftrag gegeben hat. Darin kommt die beauftragte Beck Schwimmbadbau AG, Winterthur, zum Schluss, dass kurzfristig, d.h. in den nächsten ca. vier Jahren, die Badewassertechnik angepasst und die Lüftungsanlage ersetzt sowie gestützt darauf Elektro-, Sanitär- und Heizungsinstallationen angepasst werden müssen. Mittelfristig, d.h. in den kommenden zehn Jahren, drängt sich die Sanierung des Eingangsbereichs sowie der Garderoben und Duschen, die Sanierung der Badewasseraufbereitungsanlage und infolgedessen erneut die Anpassung von Lüftungs-, Sanitär-, Heizungs- und Elektroinstallationen auf. Zudem sollte die Gebäudehülle, z.B. die Fensterfronten, erneuert werden. Die Untersuchungen ergaben weiter, dass eine Etappierung der Arbeiten schwierig und gesamthaft gesehen teurer zu stehen käme, weshalb der Gemeinderat eine Gesamtsanierung ins Auge gefasst hat.

Die im März 2016 vom Gemeinderat eingesetzte Strategiegruppe bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Bevölkerung, Gemeinde, Schule und Hallenbad hatte den Auftrag, die künftige Strategie des Hallenbads zu erarbeiten. Als Grundlage für diese Arbeit dienten die Bestandesaufnahme und die Ergebnisse der durchgeführten Besucherbefragung. Fachlich wurde das Gremium durch die Firma Beck begleitet. Die Strategiegruppe skizzierte verschiedene Varianten und sprach sich schliesslich für eine zeitgemäss Erweiterung aus, damit das Hallenbad als Sport- und Familienbad bestehen bleiben und für Schulschwimmunterricht und für Kurse zur Verfügung stehen kann. Im Juni 2016 nahm der Gemeinderat von den Schlussfolgerungen der Strategiegruppe Kenntnis und beauftragte zwei Projektgruppen, die sich einerseits mit der Umsetzung der Strategie und andererseits mit der (Vor-)Finanzierung befassten. Trägerschaftsalternativen wurden geprüft aber für nicht zielführend befunden. Der Projektgruppe für die Strategieumsetzung war es ein Anliegen, neben der von der Strategiegruppe vorgeschlagenen Erweiterung des Hallenbads auch die blosse Sanierung bzw. Werterhaltung zu prüfen.

Die reine Werterhaltung verursacht Kosten von rund 8.5 Millionen Franken; für die Sanierung und gleichzeitige Erweiterung des Hallenbads ist mit 13.5 Millionen Franken (Kostengenauigkeit +/- 30%) zu rechnen. Angesichts dieser Dimensionen will der Gemeinderat den Stimmberechtigten im Frühjahr 2017 einen Grundsatzentscheid an der Urne unterbreiten. Ziel des Gemeinderates ist es, für die Planung der Varianten "Werterhaltung" oder "Erweiterung" sowie für die Vorfinanzierung einen demokratisch legitimierten Auftrag zu erhalten. Die Vorbereitung dieser Abstimmung ist im Gange; die Vorlage wird der Öffentlichkeit frühzeitig vorgestellt.


Interview mit Heidi Weiss, Ressortvorsteherin Gesellschaft

Frage: Wann findet die Grundsatzabstimmung an der Urne statt?
Heidi Weiss: Die Urnenabstimmung kann frühestens im Mai 2017 stattfinden. Vorgängig sind Informationen für die Bevölkerung vorgesehen, die jedoch noch im Detail ausgearbeitet werden müssen.

Worüber wird abgestimmt?
Die Stimmberechtigten werden aufgerufen zu entscheiden, ob das Hallenbad im Sinne einer reinen Werterhaltung saniert werden soll oder ob sie eine Erweiterung bevorzugen. Zusätzlich wird die Finanzierung ein Thema sein. In Form einer Vorfinanzierung würden zusätzliche Steuerprozente konkret für das Projekt Hallenbad erhoben.

Was heisst das für die Steuerpflichtigen?
Die Steuerzahler müssten mit einer Steuerfusserhöhung von ca. 4% rechnen.

Werden andere Gemeinden um ein finanzielles Engagement ersucht?
Das Hallenbad Bauma wird auch von sehr vielen Auswärtigen besucht und ist in Nachbargemeinden und in der Region bekannt und beliebt. Deshalb werden wir andere Gemeinden anfragen.

Was geschieht mit dem Bistro?
Das Bistro ist vor allem bei den Kursbesucherinnen und -besuchern sehr beliebt und in Spitzenzeiten stark frequentiert. Dies reicht jedoch für eine ausgeglichene Rechnung nicht aus. Das Defizit belastet die Gemeinderechnung. Deshalb wird nach einer anderen Lösung gesucht. Bei einer Erweiterung des Hallenbads könnte das Bistro in den Eingangsbereich des Hallenbads integriert und dadurch eine bessere Auslastung erzielt werden.

Wann kann mit dem Bau begonnen werden?
Das Bauvorhaben muss sorgfältig geplant werden, denn es stehen noch andere Bauvorhaben in der Gemeinde an. Auch sind Angestellte, Schulen, Kurse, SLRG usw. von der Schliessung während des Umbaus betroffen. Die Arbeiten würden deshalb kaum vor 2020 aufgenommen. Die frühzeitige Information, Diskussion und Planung ist unabdingbar.
Was passiert mit dem Hallenbad bis zur Sanierung oder Erweiterung?
Das Hallenbad soll betriebsfähig bleiben und weiterhin allen zur Verfügung stehen. Deshalb werden Investitionen getätigt, die für den Betrieb unerlässlich sind. Dabei wird darauf geachtet, neue Anschaffungen auch nach der Sanierung oder Erweiterung verwenden zu können. Und die engagierten und kompetenten, meist langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen sich unverändert Tag für Tag für ein unbeschwertes, hygienisches Badevergnügen ein.

Was geschieht mit dem Tarzanparcours?
Der Tarzanparcours wurde aus Sicherheitsgründen entfernt. Vorläufig wird im Hinblick auf die vorgesehene Urnenabstimmung auf einen Ersatz verzichtet.

Dokument Medienmitteilung 09.11.2016; Weiteres Vorgehen für die Sanierung des Hallenbads (pdf, 102.5 kB)


Datum der Neuigkeit 9. Nov. 2016